Der Ausbau 1985 bis 1990

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Hier ist die Verkehrsfreigabe des A8-Abschnitts Kirchheim/Teck-Ost und Aichelberg zu sehen. Dieses Teilstück wurde zwischen Frühjahr 1985 und Dezember 1986 auf drei Fahrspuren verbreitert. Die Kosten für das 5,4 Kilometer lange Teilstück beliefen sich 57,6 Mio. DM. Zu diesem Zeitpunkt waren folgende Abschnitte der A8 zwischen Stuttgart und dem Albaufstieg noch 2-spurig:

    • S-Degerloch - Denkendorf (Ausbau bis 1993, im Zusammenhang mit der Verlängerung der Startbahn des Flughafens und der dadurch notwendigen Verlegung der Autobahn nach Norden),
    • Wendlingen - Kirchheim (Ausbau ebenfalls bis 1993) und
    • in Bau war der Albaufstieg am Aichelberg:



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Ständige Prüfungsarbeiten am Viadukt waren notwendig, um die Sicherheit des Verkehrs gewährleisten zu können. Deutlich zu sehen sind die Holzpfeiler, mit dem der alte Viadukt "in Form" gehalten wurde.



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Die über die Jahre ständig zunehmende Belastung des Viadukts führte zu starken Schäden an Pfeilern und Überbauten. Hier ist gut zu sehen, wie die Verbindungen der Brückenfelder regelrecht ausgewaschen sind und deshalb mit Holzpfeilern gestützt werden mußten. In den Jahren 1970 bis 1980 sind lediglich notdürftige Sanierungsarbeiten am Beton des Viadukts durchgeführt worden, da die Verkehrsbelastung so hoch war, daß ein küftiger Neubau der Autobahn bereits absehbar war.



Hier mehr Information zum Bau des neuen Dammes parallel zum Viadukt...


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Die Rohdung des Waldes entlang der neuen Trasse ist fast abgeschlossen. Hier wurde anschließend die Baugrube für die Grünbrücke ausgehoben. (Foto: M. Gerspacher, 1986)



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Hier ist die Überführung von der neuen Autobahn von Kirchheim (Teck) her kommend auf den alten Aichelbergviadukt zu sehen. Der Abschnitt Kirchheim-Aichelberg war 1987 bereits zum großen Teil fertiggestellt. Der Neubau des Albaufstiegs begann 1985 und war zur Zeit der Aufnahme dieses Bildes in vollem Gange. Es wurde gerade damit begonnen, den neuen Damm zu schütten, der später den alten Viadukt ersetzen sollte.



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Zwischen Turmberg (li.) und Speller (re.) mußte zunächst direkt an der bestehenden Fahrbahn eine bis zu zwanzig Meter tiefe Baugrube ausgehoben werden, in der die Bögen der Grünbrücke entstanden.



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Gerade sind die Verschalungen für die Grünbrücke erstellt worden. Nun beginnt das Auffüllen der Formen mit Beton. (Aufgenommen und zur Verfügung gestellt von Helmut Hahn, einem ehemaligen Fahrer einer solchen Betonpumpe)



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Auf den Bildern ist zu sehen, wie nah die Baustelle an der Fahrbahn lag. Mit Hilfe von sogenannten "Berliner Verbauwänden" wurde die Böschung hinunter zur Baustelle stabilisiert. Die fertigen Betonbögen der Grünbrücke wurden zum Schutz vor Feuchtigkeit mit einer mehrere Zentimeter starken Kunststoffschicht (grün) überzogen, bevor sie mit Erde abgedeckt wurden.



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Nachdem der Bau der Grünbrücke abgeschlossen war, führte man die Autobahn auf einem circa 600 Meter langen Provisorium über die Brücke hinweg. Diese Verlegung der Fahrbahn war notwendig, um den gewaltigen Einschnitt oberhalb der Grünbrücke zu graben. Das abgetragene Material wurde durch die Grünbrücke hindurch hinab zur Schüttung des Dammes bei Aichelberg gebracht. Es wurden insgesamt ca. 400 Millionen Kubikmeter Erdreich bewegt. In der Bildecke links oben ist der Bau des Maustobelviaduktes zu sehen.



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Die Baustelle aus der Luft am 01.04.1988. Mit der Schüttung des Dammes wird hier gerade begonnen. Rechts neben der Baustraße liegt das Bachbett des Seebaches. Dieses wurde durch dem Dammbau weiter nach rechts verlegt.



Hier weitergehende Informationen zum Bau der Grünbrücke...


37_380.jpg (Klick hier zum vergrößern)

In dieser Grafik ist der Damm (grün) bei Aichelberg zu sehen, der mit Material aus dem tiefen Einschnitt zwischen Grünbrücke und Maustobel (orange) geschüttet wurde. Zum Vergleich ist der "kleine" Einschnitt der alten Trasse in diesem Bereich abgebildet.



Der Maustobelviadukt:

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Der Bau des Maustobelviadukts begann 1985 mit der Rohdung der ersten Bäume. Der tiefe Einschnitt erforderte eine bis zu 60 Meter hohe Brücke. Wegen der steilen Hänge bestand die Gefahr von Rutschungen, deshalb mußten die Pfeiler in vorher angelegte Betonschächte gesetzt werden.



Hier mehr Informationen zum Bau des Maustobelviadukts...


Der Franzosenschluchtviadukt:

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Der neue Franzosenschluchtviadukt ersetzte die alte Brücke, die wie auch der Aichelbergviadukt an ihrer Belastungsgrenze angelangt war.



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Eine Luftaufnahme des alten Franzosenschluchtviadukts vom 19.08.1987. Die Rohdungsarbeiten entlang der Trasse auf der die neue Brücke verlaufen soll, sind noch nicht abgeschlossen.



Hier weitere Information zum Bau der neuen Franzosenschlucht-Brücke...




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